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Bayreuther Festspielhaus
Bayreuther Festspielhaus
Dirigenten und BĂŒhnenkĂŒnstler in Bayreuth um die Jahrhundertwende
Dirigenten und BĂŒhnenkĂŒnstler in Bayreuth um die Jahrhundertwende

Die Bayreuther Festspiele oder Richard-Wagner-Festspiele sind ein Musik- und Theaterfestival, das jedes Jahr (in der Regel vom 25. Juli bis 28. August) im eigens dafĂŒr von Richard Wagner und Otto BrĂŒckwald geschaffenen Festspielhaus auf dem GrĂŒnen HĂŒgel in Bayreuth stattfindet.

Inhaltsverzeichnis

Bearbeiten Geschichte bis 1944

Richard Wagner wĂŒnschte sich ein Theater abseits der Metropolen, in dem man sich – ohne Ablenkung und ohne die Kompromisse eines Repertoirebetriebs – voll und ganz der Darbietung seiner Werke widmen konnte. Zur Verwirklichung dieses Wunsches trugen maßgeblich sein MĂ€zen König Ludwig II. von Bayern und seine Förderin Marie GrĂ€fin von Schleinitz bei, die auch im Bayreuther Patronatsverein eine fĂŒhrende Rolle spielte. Die ersten Festspiele unter seiner Leitung begannen am 13. August 1876; sie boten die UrauffĂŒhrung des kompletten Rings des Nibelungen. Zu den GĂ€sten gehörten Franz Liszt, Anton Bruckner, Karl Klindworth, Camille Saint-SaĂ«ns, Peter Tschaikowski, Edvard Grieg, Lew Tolstoi, Paul Lindau, Friedrich Nietzsche und Gottfried Semper, ferner Kaiser Wilhelm I., Kaiser Pedro II. von Brasilien und König Karl von WĂŒrttemberg. König Ludwig hatte vom 6. bis zum 9. August die Generalproben besucht und kehrte erst zum dritten und letzten AuffĂŒhrungszyklus zurĂŒck, wobei er sich allen öffentlichen Huldigungen entzog.

Der kĂŒnstlerische Erfolg der Premiere wurde durch einige bĂŒhnentechnische Pannen beeintrĂ€chtigt, so dass Wagner sich weigerte, vor das applaudierende Publikum zu treten. Wegen des finanziellen Misserfolgs – es verblieben Schulden in Höhe von 148.000 Mark – konnten die nĂ€chsten Festspiele erst 1882 (mit der UrauffĂŒhrung von Parsifal) durchgefĂŒhrt werden. Wagner beabsichtigte, wie er in einem Brief an Ludwig II. schrieb, nach und nach alle seine Werke in seinem Festspielhaus „in der Weise aufzufĂŒhren, dass diese AuffĂŒhrungen als Muster der Korrektheit meiner nĂ€chsten Nachwelt ĂŒberliefert werden können“. Wenige Monate darauf starb Wagner. Bis kurz vor seinem Tod trug er sich mit dem Gedanken, TannhĂ€user und den Fliegenden HollĂ€nder umzuarbeiten, um sie „bayreuthwĂŒrdig“ zu machen. Eine AuffĂŒhrung seiner FrĂŒhwerke (Das Liebesverbot, Die Feen, Rienzi) untersagte er zwar nicht, bekundete aber auch kein Interesse daran. Bis heute ist es in Bayreuth ĂŒblich, nur die zehn Hauptwerke von HollĂ€nder bis Parsifal zu spielen.

Unter der Leitung von Wagners Witwe Cosima fanden die Festspiele zunĂ€chst eher unregelmĂ€ĂŸig statt. Immer wieder musste aus wirtschaftlichen GrĂŒnden – der Festspielbetrieb war ein reines Privatunternehmen der Familie Wagner – ein Jahr pausiert werden, um finanzielle EngpĂ€sse zu ĂŒberwinden. Auch war die Publikumsauslastung nicht immer ausreichend, teilweise wurde vor nur mĂ€ĂŸig gefĂŒlltem Haus gespielt.

Bayreuther Festspielhaus um 1900
Bayreuther Festspielhaus um 1900

Die Festspiele entwickelten sich im Wechsel zwischen kĂŒnstlerischer Stagnation und Innovation. Cosima Wagner hatte eine strenge Vorstellung von „Werktreue“. In diesem Sinn fĂŒhrte sie ab 1886 auch selbst Regie. 1908 ĂŒbergab sie auf dringendes Anraten ihrer Ärzte die Leitung der Festspiele an ihren Sohn Siegfried Wagner, der schrittweise eine Modernisierung der AuffĂŒhrungen ermöglichte. Der Erste Weltkrieg erzwang 1914 eine Unterbrechung der laufenden Saison; die RĂŒckerstattung des Preises gelöster Karten verursachte ein hohes Defizit.

Erst nach zehn Jahren, am 22. Juli 1924, wurden die Festspiele unter Leitung von Siegfried Wagner wieder eröffnet. Die Meistersinger-Premiere geriet zu einer unverhohlen nationalistischen Veranstaltung; unter den GĂ€sten waren Erich Ludendorff und Heinrich Claß. Der Schlussapplaus nach dem 3. Akt mĂŒndete in das vom Publikum stehend gesungene Deutschlandlied.

In seinem Testament von 1929 hat Siegfried Wagner festgelegt, dass nur Werke Richard Wagners in Bayreuth aufgefĂŒhrt werden dĂŒrfen. Inwiefern diese VerfĂŒgung noch bindend ist, wurde wiederholt diskutiert, auch im Rahmen der Nachfolgedebatte um den gegenwĂ€rtigen Festspielleiter Wolfgang Wagner.

Einen politischen Tiefpunkt erreichten die Festspiele in der Zeit des Nationalsozialismus: Die NĂ€he von Siegfrieds Witwe Winifred Wagner, die 1930 die Leitung der Festspiele ĂŒbernommen hatte, zu Reichskanzler Adolf Hitler trug wesentlich dazu bei, dass im Jahr 1945 „Wagner an der Kulturbörse unter Null gehandelt“ wurde (Zitat Hans Mayer).[1] Hitler hatte Bayreuth zuletzt 1940 besucht; die von ihm angeordneten Kriegsfestspiele wurden 1944 eingestellt.

Bearbeiten Nachkriegsgeschichte – „Neubayreuth“

1951 gab es wiederum einen Neuanfang, nun unter der gemeinsamen kĂŒnstlerischen und organisatorischen Leitung der Enkel Wieland und Wolfgang Wagner. Ihnen gelang es, jĂ€hrliche Festspiele – mit meist einer Neuinszenierung pro Saison – zu etablieren. Auf dem Spielplan steht traditionell eine wechselnde Auswahl aus den Hauptwerken Richard Wagners: Der fliegende HollĂ€nder, TannhĂ€user, Lohengrin, Der Ring des Nibelungen (mit den vier Teilen Das Rheingold, Die WalkĂŒre, Siegfried, GötterdĂ€mmerung), Tristan und Isolde, Die Meistersinger von NĂŒrnberg und Parsifal.

Gelegentlich wurde auch Beethovens 9. Sinfonie im Festspielhaus aufgefĂŒhrt. Richard Wagner selbst hatte dieses Werk am 22. Mai 1872 im MarkgrĂ€flichen Opernhaus dirigiert, aus Anlass der Grundsteinlegung fĂŒr das Festspielhaus. Im Rahmen der Festspiele erklang die 9. Sinfonie unter Leitung von Richard Strauss (1933), Wilhelm FurtwĂ€ngler (1951, 1954), Paul Hindemith (1953), Karl Böhm (1963) und Christian Thielemann (2001). Zum 100. Todestag von Richard Wagners Schwiegervater Franz Liszt wurde 1986 dessen Faust-Sinfonie aufgefĂŒhrt.

Verschiedentlich gingen neue Impulse fĂŒr Oper und Musiktheater von Bayreuth aus, so ab 1951 durch die Inszenierungen von Wieland Wagner, der mit seiner radikalen „EntrĂŒmpelung“ der BĂŒhne einen Ă€sthetischen Neuanfang wagte, der stilbildend bis in die 1970er-Jahre wirkte. 1976 geschah durch die Ring-Inszenierung von Patrice ChĂ©reau zum 100-jĂ€hrigen JubilĂ€um der Festspiele (Jahrhundert-Ring) erneut eine umfassende stilistische VerĂ€nderung und Erneuerung, die zunĂ€chst auch heftige Verstörung und Proteste hervorrief, spĂ€ter aber als richtungweisend und kĂŒnstlerisch ĂŒberragend anerkannt wurde.

Musikalisch gelten die FestspielauffĂŒhrungen – insbesondere bezogen auf Chor und Orchester – als weltweit außerordentlich, was auch mit der architektonischen und akustischen Besonderheit des GebĂ€udes (s. a. mystischer Abgrund) zu tun hat.

Zuschauerraum des Festspielhauses
Zuschauerraum des Festspielhauses
FestspielatmosphÀre
FestspielatmosphÀre

Die jĂ€hrlich stattfindenden und lange im voraus ausverkauften 30 Vorstellungen können von ca. 58.000 Zuschauern gesehen werden. Dieser Zahl gegenĂŒber steht eine Nachfrage von bis zu 500.000 Kartenbestellungen, so dass mit Wartezeiten von sieben und mehr Jahren gerechnet werden muss. Wegen dieser außerordentlich hohen Nachfrage und der begrenzt zur VerfĂŒgung stehenden Anzahl der Karten bzw. PlĂ€tze im Festspielhaus ist in den letzten Jahren das Problem eines irregulĂ€ren Schwarzmarkts fĂŒr Eintrittskarten mit exorbitanten, teils um ein Vielfaches erhöhten Kartenpreisen, entstanden, dem die Festspielleitung durch verschiedene Maßnahmen zu begegnen versucht. So werden z. B. Name und Adresse der Besteller auf die Eintrittskarten gedruckt, beim Einlass finden Kontrollen statt.

Der regulĂ€re Eintrittskartenpreis liegt im Jahr 2008 zwischen 14 und 225 Euro je nach Platzkategorie. Außerdem steht noch eine geringe Anzahl von PlĂ€tzen mit eingeschrĂ€nkter Sicht auf die BĂŒhne (zum Preis von 12,– Euro) und fĂŒr HörplĂ€tze (zum Preis von 7 Euro) zur VerfĂŒgung. Im VerhĂ€ltnis zur allgemein hohen kĂŒnstlerischen QualitĂ€t gelten die Preise, auch verglichen mit anderen Festivals, als Ă€ußerst maßvoll. Der Richard-Wagner-Verband vergibt jĂ€hrlich Stipendien, vornehmlich um Studierenden einen unentgeltlichen Besuch der AuffĂŒhrungen zu ermöglichen. Auch damit wird versucht, der Idealvorstellung Richard Wagners, dass jedem ernsthaft Interessierten ungeachtet seiner finanziellen Möglichkeiten der Besuch der Festspiele ermöglicht werden solle, gerecht zu werden.

TrĂ€ger des Bayreuther Festspielhauses ist seit 1973 die Richard-Wagner-Stiftung Bayreuth. Stiftungsmitglieder sind die Bundesrepublik Deutschland, der Freistaat Bayern, die Stadt Bayreuth, die Gesellschaft der Freunde von Bayreuth, die Bayerische Landesstiftung, die Oberfrankenstiftung, der Bezirk Oberfranken und Mitglieder der Familie Wagner. GeschĂ€ftsfĂŒhrer des Stiftungsrates ist der OberbĂŒrgermeister der Stadt Bayreuth (derzeit Michael Hohl). Die Festspiele werden seit 1986 von der Bayreuther Festspiele GmbH durchgefĂŒhrt.

KĂŒnstlerischer Leiter der Festspiele ist Wolfgang Wagner (seit 1951 gemeinsam mit seinem Bruder Wieland, seit 1967 allein). Durch die Diskussion ĂŒber seine möglichen Nachfolger (Nike Wagner, Eva Wagner-Pasquier und Wieland Lafferentz oder Gudrun Wagner und Katharina Wagner) ist seine Person in den 1990er- und 2000er-Jahren hĂ€ufig in den Medien aufgetaucht. 2001 fiel die Entscheidung entgegen dem Willen Wolfgang Wagners zugunsten von Eva Wagner-Pasquier aus, die jedoch kurze Zeit nach der Wahl auf das Amt verzichtete, da sich Wolfgang Wagner auf seinen Vertrag auf Lebenszeit berief und seinen Posten nicht freiwillig aufgeben wollte. Nach dem plötzlichen Tod von Gudrun Wagner im November 2007, Wolfgang Wagners Ehefrau und persönlicher Mitarbeiterin, ist angesichts des Alters des Festspielleiters die Nachfolgefrage wieder aktuell. Im April 2008 hat Wolfgang Wagner selbst eine Nachfolgelösung, bestehend aus seinen beiden Töchtern (die Halbschwestern Eva und Katharina), ins GesprĂ€ch gebracht und seinen RĂŒcktritt angedeutet, falls der Stiftungsrat sich fĂŒr die beiden als gemeinsames Leitungsteam der Bayreuther Festspiele aussprechen wĂŒrde.

Nachdem sowohl Katharina Wagner als auch Eva Wagner-Pasquier ihre Bereitschaft zur Kooperation signalisiert hatten,[2] erklĂ€rte Wagner in einem Brief an den Stiftungsrat, zum 31. August 2008 sein Amt als Festspielleiter niederzulegen.[3]

Eine Woche vor dem Zusammentreten des Stiftungsrates zur Neubesetzung am 1. September 2008 bewarb sich auch Nike Wagner, die Leitung der Festspiele gemeinsam mit den renommierten Kulturmanager GĂ©rard Mortier zu ĂŒbernehmen.[4]

Bearbeiten Leitung der Festspiele

Jahr Leiter
1876, 1882 Richard Wagner
1886 bis 1906 Cosima Wagner
1908 bis 1930 Siegfried Wagner
1931 bis 1944 Winifred Wagner
1951 bis 1966 Wieland und Wolfgang Wagner
1967 bis 2008 Wolfgang Wagner
ab 2009 Eva Wagner-Pasquier und Katharina Wagner

Bearbeiten Inszenierungen

Jahr Werk Musikalische Leitung Inszenierung BĂŒhnenbild KostĂŒme
1876 Der Ring des Nibelungen Hans Richter Richard Wagner Joseph Hoffmann Carl Emil Doepler
1882(–1933) Parsifal Hermann Levi (1882–84, 1886, 1889, 1891–92, 1894), Franz Fischer (1882-84, 1899), Richard Wagner (Schluss der letzten Vorstellung 1882), Felix Mottl (1888, 1897), Karl Muck (1901–02, 1906, 1908–09, 1911–12, 1914, 1924–25, 1927–28, 1930), Michael Balling (1904, 1906, 1908, 1911–12), Franz Beidler (1906), Siegfried Wagner (1909), Willibald Kaehler (1924–25), Arturo Toscanini (1931), Richard Strauss (1933) Richard Wagner Max BrĂŒckner, Paul von Joukowsky Paul von Joukowsky
1886(–1906) Tristan und Isolde Felix Mottl (1886, 1889, 1891–92, 1906), Michael Balling (1906) Cosima Wagner Max BrĂŒckner Joseph FlĂŒggen
1888(–1899) Die Meistersinger von NĂŒrnberg Hans Richter (1888–89, 1892, 1899), Felix Mottl (1892) August Harlacher Max BrĂŒckner
1891(–1904) TannhĂ€user und der SĂ€ngerkrieg auf Wartburg Felix Mottl (1891–92), Richard Strauss (1894), Siegfried Wagner (1904) Cosima Wagner Max BrĂŒckner Joseph FlĂŒggen
1894(–1909) Lohengrin Felix Mottl (1894), Siegfried Wagner (1908–09), Karl Muck (1909) Cosima Wagner Max BrĂŒckner Joseph FlĂŒggen
1896(–1931) Der Ring des Nibelungen Hans Richter (1896–97, 1901–02, 1904, 1906, 1908), Felix Mottl (1896), Siegfried Wagner (1896–97, 1899, 1901–02, 1906, 1911–12, 1928), Franz Beidler (1904), Michael Balling (1909, 1911–12, 1914, 1924–25), Franz von Hoeßlin (1927–28), Karl Elmendorff (1930–31) Cosima Wagner Max BrĂŒckner Arpad Schmidhammer, Hans Thoma
1901(–1902) Der fliegende HollĂ€nder Felix Mottl Siegfried Wagner Max BrĂŒckner Max Roßmann
1911(–1925) Die Meistersinger von NĂŒrnberg Hans Richter (1911–12), Fritz Busch (1924), Karl Muck (1925) Siegfried Wagner Max BrĂŒckner Daniela Thode
1914 Der fliegende HollĂ€nder Siegfried Wagner Siegfried Wagner Siegfried Wagner Daniela Thode, Max Roßmann
1927(–1931) Tristan und Isolde Karl Elmendorff (1927–28), Arturo Toscanini (1930), Wilhelm FurtwĂ€ngler (1931) Siegfried Wagner Kurt Söhnlein Daniela Thode, Irma Nierenheim
1930(–1931) TannhĂ€user und der SĂ€ngerkrieg auf Wartburg Arturo Toscanini Siegfried Wagner Kurt Söhnlein Daniela Thode, Irma Nierenheim
1933(–1934) Die Meistersinger von NĂŒrnberg Karl Elmendorff, Heinz Tietjen Heinz Tietjen Emil Preetorius Emil Preetorius, Kurt Palm
1933(–1942) Der Ring des Nibelungen Karl Elmendorff (1933–34, 1942), Heinz Tietjen (1934, 1936, 1938–39, 1941), Wilhelm FurtwĂ€ngler (1936–37), Franz von Hoeßlin (1940) Heinz Tietjen Emil Preetorius Emil Preetorius, Kurt Palm
1934(–1936) Parsifal Franz von Hoeßlin (1934), Richard Strauss (1934), Wilhelm FurtwĂ€ngler (1936) Heinz Tietjen Alfred Roller Emil Preetorius, Alfred Roller
1936(–1937) Lohengrin Wilhelm FurtwĂ€ngler (1936), Heinz Tietjen (1936–37) Heinz Tietjen Emil Preetorius Emil Preetorius
1937(–1939) Parsifal Wilhelm FurtwĂ€ngler (1937), Franz von Hoeßlin (1938–39) Heinz Tietjen Wieland Wagner Alfred Roller, Wieland Wagner
1938(–1939) Tristan und Isolde Karl Elmendorff (1938), Victor de Sabata (1939) Heinz Tietjen Emil Preetorius Emil Preetorius
1939(–1942) Der fliegende HollĂ€nder Karl Elmendorff (1939–41), Richard Kraus (1942) Heinz Tietjen Emil Preetorius Emil Preetorius
1943(–1944) Die Meistersinger von NĂŒrnberg Wilhelm FurtwĂ€ngler, Hermann Abendroth Heinz Tietjen Wieland Wagner Kurt Palm, Emil Preetorius, Wieland Wagner
1951(–1973) Parsifal Hans Knappertsbusch (1951–52, 1954–64), Clemens Krauss (1953), AndrĂ© Cluytens (1957, 1965), Pierre Boulez (1966–68, 1970), Horst Stein (1969), Eugen Jochum (1971–73) Wieland Wagner Wieland Wagner Charlotte Vocke
1951(–1952) Die Meistersinger von NĂŒrnberg Herbert von Karajan (1951), Hans Knappertsbusch (1951–52) Rudolf Otto Hartmann Hans C. Reissinger Margarete Kaulbach
1951(–1958) Der Ring des Nibelungen Herbert von Karajan (1951), Hans Knappertsbusch (1951, 1956–58), Joseph Keilberth (1952–56), Clemens Krauss (1953) Wieland Wagner Wieland Wagner Ingrid Jorissen
1952(–1953) Tristan und Isolde Herbert von Karajan (1952), Eugen Jochum (1953) Wieland Wagner Wieland Wagner Fred Thiel
1953(–1954) Lohengrin Joseph Keilberth (1953–54), Eugen Jochum (1954) Wolfgang Wagner Wolfgang Wagner Fred Thiel
1954(–1955) TannhĂ€user und der SĂ€ngerkrieg auf Wartburg Joseph Keilberth (1954–55), Eugen Jochum (1954), AndrĂ© Cluytens (1955) Wieland Wagner Wieland Wagner Kurt Palm
1955(–1956) Der fliegende HollĂ€nder Joseph Keilberth (1955–56), Hans Knappertsbusch (1955) Wolfgang Wagner Wolfgang Wagner Kurt Palm
1956(–1960) Die Meistersinger von NĂŒrnberg AndrĂ© Cluytens (1956–58), Erich Leinsdorf (1959), Hans Knappertsbusch (1960) Wieland Wagner Wieland Wagner Kurt Palm
1957(–1959) Tristan und Isolde Wolfgang Sawallisch Wolfgang Wagner Wolfgang Wagner Kurt Palm
1958(–1962) Lohengrin AndrĂ© Cluytens (1958), Lovro von Matačić (1959), Heinz Tietjen (1959), Ferdinand Leitner (1960), Lorin Maazel (1960), Wolfgang Sawallisch (1962) Wieland Wagner Wieland Wagner Kurt Palm
1959(–1965) Der fliegende HollĂ€nder Wolfgang Sawallisch (1959–61), Otmar Suitner (1965) Wieland Wagner Wieland Wagner Kurt Palm
1960(–1964) Der Ring des Nibelungen Rudolf Kempe (1960–63), Berislav Klobucar (1964) Wolfgang Wagner Wolfgang Wagner Kurt Palm
1961(–1967) TannhĂ€user und der SĂ€ngerkrieg auf Wartburg Wolfgang Sawallisch (1961–62), Otmar Suitner (1964), AndrĂ© Cluytens (1965), Carl Melles (1966), Berislav Klobucar (1967) Wieland Wagner Wieland Wagner Kurt Palm
1962(–1970) Tristan und Isolde Karl Böhm (1962–64, 1966, 1968–70) Wieland Wagner Wieland Wagner Kurt Palm
1963(–1964) Die Meistersinger von NĂŒrnberg Thomas Schippers (1963), Karl Böhm (1964), Robert Heger (1964) Wieland Wagner Wieland Wagner Kurt Palm
1965(–1968) Der Ring des Nibelungen Karl Böhm (1965–66; GötterdĂ€mmerung 1967), Otmar Suitner (1966–67), Lorin Maazel (1968) Wieland Wagner Wieland Wagner Kurt Palm
1967(–1972) Lohengrin Rudolf Kempe (1967), Berislav Klobucar (1967), Alberto Erede (1968), Silvio Varviso (1971–72) Wolfgang Wagner Wolfgang Wagner Kurt Palm
1968(–1975) Die Meistersinger von NĂŒrnberg Berislav Klobucar (1968–69), Hans Wallat (1970), Silvio Varviso (1973–74), Heinrich Hollreiser (1975) Wolfgang Wagner Wolfgang Wagner Kurt Palm
1969(–1971) Der fliegende HollĂ€nder Silvio Varviso (1969–70), Karl Böhm (1971), Hans Wallat (1971) August Everding Josef Svoboda Jörg Zimmermann
1970(–1975) Der Ring des Nibelungen Horst Stein Wolfgang Wagner Wolfgang Wagner Kurt Palm
1972(–1978) TannhĂ€user und der SĂ€ngerkrieg auf Wartburg Erich Leinsdorf (1972), Horst Stein (1972–73), Heinrich Hollreiser (1973–74), Colin Davis (1977–78) Götz Friedrich JĂŒrgen Rose JĂŒrgen Rose
1974(–1977) Tristan und Isolde Carlos Kleiber (1974–76), Horst Stein (1977) August Everding Josef Svoboda Reinhard Heinrich
1975(–1981) Parsifal Horst Stein (1975–81), Hans Zender (1975) Wolfgang Wagner Wolfgang Wagner Reinhard Heinrich
1976(–1980) Der Ring des Nibelungen („Jahrhundertring“) Pierre Boulez Patrice ChĂ©reau Richard Peduzzi Jaques Schmidt
1978(–1985) Der fliegende HollĂ€nder Dennis Russell Davies (1978–80), Peter Schneider (1981–82), Woldemar Nelsson (1984–85) Harry Kupfer Peter Sykora Reinhard Heinrich
1979(–1982) Lohengrin Edo de Waart (1979), Woldemar Nelsson (1980–82) Götz Friedrich GĂŒnther Uecker Frida Parmeggiani
1981(–1987) Tristan und Isolde Daniel Barenboim Jean-Pierre Ponnelle Jean-Pierre Ponnelle Jean-Pierre Ponnelle
1981(–1988) Die Meistersinger von NĂŒrnberg Mark Elder (1981), Horst Stein (1982–84, 1986), Michael SchĂžnwandt (1987–88) Wolfgang Wagner Wolfgang Wagner Reinhard Heinrich
1982(–1988) Parsifal James Levine (1982–86, 1988), Daniel Barenboim (1987) Götz Friedrich Andreas Reinhardt Andreas Reinhardt
1983(–1986) Der Ring des Nibelungen Georg Solti (1983), Peter Schneider (1984–86) Peter Hall William Dudley William Dudley
1985(–1995) TannhĂ€user und der SĂ€ngerkrieg auf Wartburg Giuseppe Sinopoli Wolfgang Wagner Wolfgang Wagner Reinhard Heinrich
1987(–1993) Lohengrin Peter Schneider Werner Herzog Henning von Gierke Henning von Gierke
1988(–1992) Der Ring des Nibelungen Daniel Barenboim Harry Kupfer Hans Schavernoch Reinhard Heinrich
1989(–2001) Parsifal James Levine (1989–93), Giuseppe Sinopoli (1994–99), Christoph Eschenbach (2000), Christian Thielemann (2001) Wolfgang Wagner Wolfgang Wagner Reinhard Heinrich
1990(–1999) Der fliegende HollĂ€nder Giuseppe Sinopoli (1990–93), Peter Schneider (1994, 1998–99) Dieter Dorn JĂŒrgen Rose JĂŒrgen Rose
1993(–1999) Tristan und Isolde Daniel Barenboim Heiner MĂŒller Erich Wonder Yƍji Yamamoto
1994(–1999) Der Ring des Nibelungen James Levine Alfred Kirchner Rosalie Rosalie
1996(–2002) Die Meistersinger von NĂŒrnberg Daniel Barenboim (1996–99), Christian Thielemann (2000–2002) Wolfgang Wagner Wolfgang Wagner Reinhard Heinrich
1999(–2005) Lohengrin Antonio Pappano (1999–2001), Andrew Davis (2002–2003), Peter Schneider (2005) Keith Warner Stefanos Lazaridis Sue Blane
2000(–2004) Der Ring des Nibelungen Giuseppe Sinopoli (2000), ÁdĂĄm Fischer (2001–2004) JĂŒrgen Flimm Erich Wonder Florence von Gerkan
2002(–2007) TannhĂ€user und der SĂ€ngerkrieg auf Wartburg Christian Thielemann (2002–2005), Christoph Ulrich Meier (2007) Philippe Arlaud Philippe Arlaud Carin Bartels
2003(–2006) Der fliegende HollĂ€nder Marc Albrecht Claus Guth Christian Schmidt Christian Schmidt
2004(–2007) Parsifal Pierre Boulez (2004–2005), Ádám Fischer (2006–2007) Christoph Schlingensief Daniel Angermayr, Thomas Goerge Tabea Braun
2005(–?) Tristan und Isolde Eiji Oue (2005), Peter Schneider (2006, 2008) Christoph Marthaler Anna Viebrock Anna Viebrock
2006(–?) Der Ring des Nibelungen Christian Thielemann Tankred Dorst Frank Philipp SchlĂ¶ĂŸmann Bernd Ernst Skodzig
2007(–?) Die Meistersinger von NĂŒrnberg Sebastian Weigle Katharina Wagner Tilo Steffens Michaela Barth
2008(–?) Parsifal Daniele Gatti Stefan Herheim Heike Scheele Gesine Völlm
2010(–?) Lohengrin Andris Nelsons Hans Neuenfels Reinhard von der Thannen Reinhard von der Thannen
2011(–?) TannhĂ€user und der SĂ€ngerkrieg auf Wartburg Thomas Hengelbrock[5] Sebastian Baumgarten[6]
2012(–?) Der fliegende HollĂ€nder[7] Christian Thielemann[8]
2013(–?) Der Ring des Nibelungen[7]
2015(–?) Tristan und Isolde[7] Christian Thielemann[8] Katharina Wagner[8]

Bearbeiten Blaue MĂ€dchen

Als Blaue MĂ€dchen werden die TĂŒrsteherinnen des Festspielhaus in Bayreuth bezeichnet. Der Name entstand aus der traditionell blauen Farbe ihrer Uniform.

In frĂŒher Zeit waren es vorzugsweise unverheiratete junge Damen aus der nĂ€heren Umgebung von Bayreuth, heute dominieren Studentinnen der theater- und operbezogenen StudiengĂ€nge aus Bayreuth, Deutschland, Europa und der Welt. Sie haben die Möglichkeit, sich in ihrem Dienst annĂ€hernd alle 30 AuffĂŒhrungen einer Festspielsaison der Richard-Wagner-Festspiele anzuschauen und anzuhören.

Bearbeiten Einzelnachweise

  1. ↑ Hans Mayer: Dankrede zur Verleihung des Wilhelm Pitz-Preises 1998, Oper & Tanz 2000/03
  2. ↑ „Eva Wagner-Pasquier bereit fĂŒr Festspielleitung“, festspiele.de, 18. April 2008
  3. ↑ http://www.festspiele.de/startseite/news/0_2181/details_1.htm
  4. ↑ http://newsticker.welt.de/index.php?channel=kul&module=dpa&id=18749048
  5. ↑ http://www.morgenpost.de/printarchiv/kultur/article161064/Eine_verraeterische_Operndiva.html
  6. ↑ http://de.news.yahoo.com/dpa2/20080430/ten-wie-geht-es-weiter-auf-dem-grnen-hge-9a59114.html
  7. ↑ a b c http://www.welt.de/welt_print/arti2252029/.html
  8. ↑ a b c http://www.morgenpost.de/printarchiv/kultur/article737852/Maezene_Finanzielle_Situation_in_Bayreuth_sehr_angespannt.html

Bearbeiten Weblinks

Commons
 Commons: Richard-Wagner-Festspiele â€“ Bilder, Videos und Audiodateien